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Danke an Yvonne für den Tipp.

… mit diesem Weihnachtsgedicht von John Piper wünsche ich allen und jedem ein frohes Weihnachtsfest! Merry Christmas, to all of us!

In this smelly place he lay,
Smelly like the swine,
Smelly like the rotting hay,
Like your sin, and mine.
Do you see how low he lay?
Do you see how low?
There is lower yet to go.
Lower yet to go.

Zum kompletten Gedicht

… dürfte inzwischen die chinesische Kirche sein, mit zwischen 80 und 130 Millionen Christen. Kurz vor Weihnachten haben auch manche Mainstreammedien davon Notiz genommen. So zitiert Spiegel Online chinesische Christen: „Unsere Kirche wächst schneller als die Wirtschaft!“ Zwar bleibt das etwas oberflächlich – so wird zwar erwähnt, dass für Christen vieles illegal ist, welche Konsequenzen das tatsächlich hat (dass derzeit z.B. etwa 2000 Gemeindeleiter in Gefängnissen und Lagern sitzen), bleibt aber unklar. Auch der spöttisch-distanzierte Spiegel-Zungenschlag darf natürlich nicht fehlen (wer in die Abgründe des Leser-Forums steigt, ist mal wieder selber schuld). Aber immerhin bekommt der Leser manche Einblicke in die vielfältige Gestalt der wachsenden christlichen Bewegung in China.

Zeit Online („Auf der Suche nach Spiritualität“) ist ein bisschen erfreulicher, hier beschreibt Peer Junker ausführlicher die Situation der Hauskirchen, und neben einem chinesischen Soziologen kommt auch Markus Rode vom Hilfswerk Open Doors zu Wort, was dem Artikel gut tut.

In dem Zusammenhang ist es spannend zu beobachten, dass die englischsprachige, staatliche China Daily ausführlich einen chinesischen Religionsexperten zu Wort kommen lässt, der sich darüber Gedanken macht, wie die Religionsfreiheit in China ausgebaut und wie religiöse Gruppen legalisiert werden können. In dem Artikel wird die wichtige – und legitime – Rolle der Hauskirchen anerkannt und die Zahl ihrer Anhänger mit 50 Millionen angegeben – eine Zahl, die wahrscheinlich zu niedrig angesetzt ist, aber deutlich über den Zahlen liegt, die die chinesische Führung normalerweise zuzugeben bereit ist. Der interviewte Experte Liu Peng fordert, eine gesetzliche Basis zu schaffen, auf der religiöse Gruppen Rechtssicherheit erhalten können:

… an over-arching legal system is needed, Liu says, for all religious bodies to compete freely – in a way similar to the market economy – with the government intervening only when a law-breaking attempt occurs.

Die amerikanische „Christianity Today“ liefert interessante Reaktionen auf dieses Interview.

Kein Geschenk für Jussuf

Jussuf al-Kardawi mag keine Weihnachtsbäume. Schon gar nicht, wenn sie in den Einkaufszentren in Doha, Katar stehen, wo sie ja nun schon aus Botanikersicht nichts zu suchen haben. Überhaupt sind wir auf der arabischen Halbinsel viel zu nachgiebig – während die islamischen Glaubensbrüder in Europa an ihrer freien Religionsausübung gehindert werden (siehe z.B. hier schockierende Berichte von Diskriminierung in Frankreich), könne sich „das so genannte Christmas“ in Arabien ungehindert ausbreiten.

Den Regierenden in Nahost ist’s peinlich – aber man lässt den netten Onkel gewähren. Ob der Weihnachtsmann aber jemandem Geschenke bringt, der Weihnachten per Fatwa verbieten will, wage ich zu bezweifeln.

Da scheint sich etwas zu verdichten: Verschiedene Medien berichten unter Berufung auf „Bild“, dass der Bundesregierung ein Video der Entführer von Familie Hentschel vorliege. Darauf seien jedenfalls die drei Kinder (1, 3 und 5 Jahre) lebendig zu sehen, das Video sei einige Wochen alt. „Die Kinder machen einen erschöpften Eindruck“, zitiert „Bild“ einen hohen Regierungsbeamten.  Unklar bleibt das Schicksal der Eltern sowie des ebenfalls vermissten britischen Ingenieurs.

Spiegel Online liefert bei der Gelegenheit wieder die Pseudo-Erklärung, der Familienvater habe durch seine „Missionierungsversuche“ die Gewalt zumindest mitverursacht:

Doch was als idealistische Hilfsmission begann, endete in einer Tragödie. Die Entführung und die Morde gingen offenbar auf einen religiösen Disput zurück, der vor einigen Monaten in Jemens Hauptstadt Saada geschah. Der Vater der Familie hatte mit einem Muslimen über das Christentum gesprochen und ihm empfohlen, die Bibel zu lesen. Der Überzeugungsversuch hatte anscheinend lokale Muslime gegen ihn aufgebracht.

Wer nur ein bisschen über traditionelle islamische Kulturen weiß, weiß auch, dass es praktisch unmöglich ist, das Gesprächsthema „Religion“ zu vermeiden – und natürlich wird es dann um Christentum und Islam, Bibel und Koran gehen.  Aber das weiß der Spiegel natürlich nicht … und noch weniger wissen die Spiegel-Leser, die sich im Forum zu diesem Artikel austoben. Das ist wirklich unappetitlich.

Crossposted auf Evangelikalophobie-Watch

Früher sei Dubai ein Glas voller bunter Bonbons gewesen, an denen sich jeder bedient habe … Auch mit der Krise sei das Glas nicht zerbrochen, die Frage sei jetzt nur, ob es halb leer oder halb voll sei.

(Politologe Abdel Khaelq Abdallah, zitiert  in der Oberhessischen Presse)

Heinz Ehrhardt hätte wohl gesagt: Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht!

Hoffnung im Jemen?

Familie Hentschel

Familie Hentschel

Am 12. Juni wurde im Jemen eine Gruppe christlicher Entwicklungshelfer entführt. Eine koreanische Lehrerin und zwei deutsche Praktikantinnen wurden wenige Tage später ermordet aufgefunden; von einem britischen Ingenieur und von der sächsischen Familie Hentschel mit den Kindern Lydia (5), Anna (3) und Simon (1) fehlt seitdem jede Spur. Nun meldet idea, die Familie schöpfe neue Hoffnung:

Radio Lausitz hatte am 21. Dezember gemeldet, dass die Verschleppten in der Region Saada im Norden des Landes geortet worden seien. Dort waren sie auch entführt worden. Offenbar seien die Geiseln in der Hand von El-Kaida-Terroristen. Sie wechselten ständig den Standort. Der Sender berief sich auf Informationen der Berliner Botschaft des Jemen.

Ich traue mich kaum, auf ein Weihnachtswunder zu hoffen. Aber Gott erhört immer noch Gebet …

Der ganze Artikel auf idea online

Crossposted auf Evangelikalophobie-Watch